Profit Tracking
Mit Profit Tracking erstellst du eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) für einen Zeitraum. sellerfox kombiniert Umsatz, Amazon-Gebühren und Erstattungen aus deinen Amazon-Bestell- und Transaktionsdaten mit den Warenkosten (COGS), Einnahmen, Ausgaben und FBM-Kosten, die du selbst pflegst.
Owner und Admins können Warenkosten (COGS), Einnahmen, Ausgaben und FBM-Kostenregeln ändern. Viewer dürfen Profit Tracking und den Export der Warenkosten (COGS) verwenden, aber keine Kosten importieren, bearbeiten oder zurücksetzen. Weitere Informationen findest du unter Berechtigungen.
Gewinnberechnung auf Vollständigkeit prüfen
Prüfe zuerst diese Eingaben:
- Für jede verkaufte SKU sind je Marktplatz Warenkosten (COGS) für den gesamten Auswertungszeitraum hinterlegt. Das Abzeichen am Tab „Warenkosten“ zeigt, für wie viele SKUs noch ein Wert fehlt.
- Deine Gemeinkosten verwaltest du unter „Einnahmen & Ausgaben“.
- Für den Eigenversand sind Pick-, Pack-, Retouren- und Versandregeln hinterlegt, soweit diese Kosten bei deinem Eigenversand anfallen.
- Einstellungen → Workspace → Vorsteuerabzugsberechtigt entspricht deinem Steuerstatus. Ist „Vorsteuerabzugsberechtigt“ aktiv, verwendet Profit Tracking umsatzsteuerbehaftete Kosten in der GuV netto. Andernfalls bleibt die Umsatzsteuer Teil der Kosten.
- Bei frischen Bestellungen können die Amazon-Gebühren noch Schätzwerte sein, und die Werbung folgt ihrer eigenen täglichen Aktualisierung.
Während des ersten Imports von Bestellungen und Transaktionen zeigt Profit Tracking einen Hinweis mit dem aktuellen Fortschritt. Bis der Import abgeschlossen ist, sind die Zahlen unvollständig.
Fehlende Kosten werden nicht abgezogen
Für eine fehlende Kostenangabe setzt sellerfox keinen Ersatzwert ein. Der Nettogewinn fällt deshalb zu hoch aus, bis du den fehlenden Wert nachträgst.
Gewinnübersicht lesen
Zeitraum auswählen
Wähle eine der vordefinierten Zeitraumkacheln oder „Benutzerdefiniert“. Beginn und Ende des Zeitraums richten sich nach der Zeitzone deines Browsers.
Der Prozentwert neben „Umsatz“ vergleicht jede Kachel mit ihrer eigenen Vorperiode, nicht mit der benachbarten Kachel. Kalenderzeiträume werden mit dem vorherigen Kalenderzeitraum verglichen. Rollierende und benutzerdefinierte Zeiträume vergleicht sellerfox mit dem direkt davorliegenden Zeitraum gleicher Länge.
Erstattungen erscheinen im Abrechnungszeitraum
sellerfox ordnet Erstattungen dem Amazon-Abrechnungszeitraum zu, nicht dem Bestelldatum. Du kannst diese Zuordnung nicht ändern.
Gewinnstufen verstehen
Die Ansicht „Standard“ zeigt die wichtigsten Werte. Die „Wasserfall-Tabelle“ zeigt die vollständige Berechnung von Brutto-Umsatz bis Nettogewinn. Mit „%“ wechselst du zwischen Beträgen und dem Anteil jeder Zeile am Netto-Umsatz.
Brutto-Umsatz ist nicht Sales (Total)
Brutto-Umsatz basiert auf Bestellungen. Sales (Total) stammt dagegen aus dem Sales & Traffic Business Report. Die Werte können sich deshalb unterscheiden.
Die vier Ergebniszeilen ziehen nacheinander weitere Kosten vom Umsatz ab. So erkennst du, auf welcher Stufe die Marge entsteht oder verloren geht:
Netto-Umsatz nach Erstattungen und Rabatten, abzüglich Warenkosten (COGS). DB1 zeigt die Marge vor Amazon-Gebühren, Versand, Geschenkverpackung, Werbung und sonstigen Kosten.
DB1 abzüglich Amazon-Gebühren, Versand und Geschenkverpackung. DB2 zeigt die Marge nach diesen Abzügen, aber vor Werbung und sonstigen Kosten.
DB2 abzüglich Werbekosten. DB3 zeigt die Marge nach Werbung, aber vor sonstigen Kosten. Lassen sich die Werbekosten für eine Zeile nicht bestimmen, etwa bei SKU-Zeilen der Übersichtstabelle, zeigt sellerfox "–" an, statt ein Ergebnis ohne das Werbebudget auszuweisen.
DB3 abzüglich sonstiger Kosten. Der Nettogewinn ist das Ergebnis nach der letzten Kostenstufe der Wasserfall-Tabelle. Lassen sich die Werbekosten für eine Zeile nicht bestimmen, etwa bei SKU-Zeilen der Übersichtstabelle, zeigt sellerfox "–" an, statt ein Ergebnis ohne das Werbebudget auszuweisen.
Kostenpositionen nachvollziehen
Klappe eine Kostenzeile mit Pfeil in der Wasserfallansicht auf, um ihre Unterkategorien zu sehen. Unterkategorien mit einem Punkt davor kannst du anklicken.
Das Modal übernimmt Zeitraum und Filter der Gewinnübersicht. Die Filter bestimmen, welche Buchungen angezeigt werden; der Betrag jeder Buchung bleibt jedoch der vollständige Originalbetrag. Die Wasserfall-Tabelle berücksichtigt bei Marktplatz- oder Produktfiltern dagegen nur den der Auswahl zugeordneten Anteil. Beispiel: Eine Ausgabe von 90 EUR für DE, FR und IT erscheint im Modal mit 90 EUR, in einer nur auf DE gefilterten Gewinnübersicht aber anteilsmäßig mit 30 EUR.
Gruppierte Werte richtig lesen
Du kannst die Tabelle nach Marktplatz, SKU, Child ASIN, Parent ASIN oder Produktliste gruppieren.
Vollständiger Kostenumfang nur in der ungefilterten Marktplatzansicht
Nur die Gruppierung nach Marktplatz ohne zusätzliche Marktplatz- oder Produktfilter enthält den vollständigen Kostenumfang. Produktbezogene Zeilen enthalten nur Werte, die sellerfox dem jeweiligen Produkt zuordnen kann, und bilden deshalb keine vollständige GuV.
Die angezeigte Gesamtzeile wird separat berechnet. Wenn du die Detailzeilen selbst addierst, kann das Ergebnis je nach Gruppierung davon abweichen:
- Bei der Gruppierung nach SKU, Child ASIN oder Parent ASIN kann eine Bestellung in mehreren Zeilen gezählt werden. Enthält sie beispielsweise zwei unterschiedliche SKUs, erscheint sie in beiden SKU-Zeilen unter
Bestellungen. In der Gesamtzeile zählt sie nur einmal. - Bei der Gruppierung nach Produktliste können alle produktbezogenen KPI-Werte mehrfach enthalten sein, da ein Produkt mehreren Listen angehören kann. sellerfox zeigt deshalb für diese Gruppierung keine Gesamtzeile.
| Anzeige | Bedeutung |
|---|---|
| „Keiner angezeigten Zeile zuordenbar“ | Kosten oder Erlöse, die sich der aktuellen Gruppierung nicht zuordnen lassen |
– | Der Wert lässt sich in dieser Gruppierung nicht bestimmen. Der Strich steht nicht für 0 |
0,00 | der berechnete Wert ist 0; das bestätigt nicht, dass alle Kosten und Daten vollständig sind |
Nicht zuordenbare Beträge sind in der Gesamtzeile bereits enthalten. Addiere die Zeile „Keiner angezeigten Zeile zuordenbar“ deshalb nicht noch einmal zum Gesamtwert. Durchschnitts- und Prozentwerte einzelner Zeilen darfst du ebenfalls nicht zu einem Gesamtwert addieren.
Auf SKU-Ebene sind Werbekosten, DB3 (Marketingmarge) und Nettogewinn nicht verfügbar, weil Amazon Werbekosten je ASIN, aber nicht je SKU meldet. sellerfox kann den Anteil einer einzelnen SKU deshalb nicht zuverlässig bestimmen. Für eine produktbezogene Auswertung der Werbekosten kannst du nach Child ASIN gruppieren; den vollständigen Kostenumfang zeigt weiterhin nur die ungefilterte Marktplatzansicht.
Filterst du nach einzelnen Marktplätzen oder Produkten, berücksichtigt sellerfox nur Kosten, die sich dieser Auswahl zuordnen lassen. Allgemeine Kosten können deshalb in der gefilterten Ansicht fehlen. Prüfe die Zuordnung deiner Einnahmen und Ausgaben, bevor du gefilterte Werte vergleichst.
Profit-KPIs im Zeitverlauf vergleichen
Wähle eine Zeitraumkachel und anschließend „Zeitlichen Verlauf anzeigen“. Das Diagramm verwendet genau den Zeitraum dieser Kachel sowie die aktiven Marktplatz- und Produktfilter. Das Diagramm zeigt keinen Vergleichszeitraum.
Das Diagramm beginnt mit Brutto-Umsatz. Über „KPI hinzufügen“ kannst du bis zu drei verfügbare Profit-KPIs kombinieren, die Reihenfolge der KPIs ändern und jeden KPI als Linie oder Säule darstellen. Die vorausgewählte Granularität richtet sich nach der Zeitraumkachel. Du kannst zwischen „Stunde“, „Tag“, „Woche“ und „Monat“ wechseln.
„Stunde“ ist nur für Zeiträume von höchstens 14 Tagen verfügbar. Werbeausgaben sowie manuell erfasste Einnahmen und Ausgaben liegen nur täglich vor. KPIs, die davon abhängen, können deshalb keine stündliche Linie anzeigen. sellerfox markiert die betroffenen KPIs im Diagramm und empfiehlt den Wechsel zu „Tag“.
Bei stündlicher Granularität können die Werte für den heutigen Tag mit bis zu 15 Minuten Verzögerung erscheinen. Der Datenstand im Diagramm zeigt, bis zu welcher Uhrzeit Werte berücksichtigt sind.
Warenkosten (COGS) je SKU eintragen
Warenkosten (COGS) sind die Kosten je verkaufter Einheit, nicht der Einkaufswert einer gesamten Lieferung. Du hinterlegst sie je SKU und Marktplatz. Zehn Varianten mit jeweils einer SKU auf einem Marktplatz benötigen daher zehn Einträge. Für dieselbe SKU auf zwei Marktplätzen brauchst du jeweils einen eigenen Eintrag.
Trage den Stückkostenbetrag so ein, wie er in der GuV berücksichtigt werden soll.
Kostenliste und Zeitpunkte öffnen
Im Tab „Warenkosten“ findest du die SKUs deines Workspaces.
Die Liste zeigt den Wert des letzten hinterlegten Zeitpunkts. Welche Kosten für eine Bestellung gelten, hängt dagegen von ihrem Bestelldatum ab. Um fehlende Kosten zu finden, filtere die Ansicht über „COGS Status“ nach „Fehlt“.
Klicke auf eine Zeile oder auf „COGS bearbeiten“, um die hinterlegten COGS der SKU zu öffnen:
- „Beginn“ hat kein Datum und gilt vor dem nächsten Zeitpunkt.
- „Zeitpunkt hinzufügen“ legt einen weiteren Wert fest. Der neue Wert gilt einschließlich „Gültig ab“ bis zum Tag vor dem nächsten Zeitpunkt.
- Mit dem Papierkorb neben einem datierten Zeitpunkt entfernst du diesen Zeitpunkt. Der vorherige Wert gilt dann bis zum nächsten verbleibenden Zeitpunkt weiter.
Wenn du einen vorhandenen Zeitpunkt änderst, ändern sich auch die Warenkosten und Gewinne der betroffenen vergangenen Bestellungen. Sollen frühere Kosten unverändert bleiben, behalte die bisherigen Zeitpunkte und lege einen neuen an.
Checkboxen und Kosten zurücksetzen
Mit den Checkboxen in der Liste wählst du jene SKUs aus, deren hinterlegte COGS du vollständig löschen möchtest. Die Exportfunktion reagiert nicht auf diese Auswahl und richtet sich stattdessen nach den gesetzten Filtern. SKUs ohne hinterlegte COGS kannst du nicht auswählen.
Die Checkbox im Tabellenkopf wählt die aktuell geladenen Zeilen mit hinterlegten Kosten aus. Beim Scrollen lädt die Liste weitere Zeilen; die Auswahl umfasst also nicht automatisch alle SKUs im Workspace. Prüfe die angezeigte Anzahl, bevor du „COGS zurücksetzen“ wählst.
Zurücksetzen entfernt die gesamte Kostenhistorie
Nach der Bestätigung entfernt „COGS zurücksetzen“ alle Zeitpunkte der ausgewählten SKUs. Das gilt auch beim Zurücksetzen einer einzelnen SKU im Bearbeitungsdialog und lässt sich nicht rückgängig machen. Exportiere die Kosten vorher, wenn du eine Sicherung behalten möchtest.
Währungen bei der Eingabe
Wenn du COGS direkt in sellerfox eingibst, gilt die Währung des Workspaces.
Bei einem Dateiimport legst du die Währung jeder Zeile in Currency fest. Ist die Zelle leer, gilt ebenfalls die Workspace-Währung.
Importierte COGS behalten beim späteren Bearbeiten ihre ursprüngliche Währung. Möchtest du die Währung ändern, importiere denselben Zeitpunkt erneut.
sellerfox rechnet die Ausgangswährung anhand des Kostenzeitpunkts in die Zielwährung um. Details findest du unter Währungsumrechnung.
Warenkosten (COGS) importieren und exportieren
Verwende den Export als Vorlage, um viele SKUs oder Kostenzeiträume auf einmal zu pflegen:
- Stelle die gewünschten Filter im Tab „Warenkosten“ ein und wähle „Export“. Der Export richtet sich nach diesen Filtern, nicht nach den Checkboxen.
- Öffne die CSV- oder XLSX-Datei. Ändere nur die Kosten, das Gültigkeitsdatum und bei Bedarf die Währung. Lass die Referenzspalten unverändert.
- Dupliziere die Zeile einer SKU, wenn du weitere Kostenzeiträume hinzufügen möchtest.
- Wähle „Importieren“, lade die Datei hoch und prüfe die Vorschau, insbesondere Löschungen und ungültige Zeilen.
- Wähle „Import starten“ und warte auf das Ergebnis. Prüfe auch bei einem teilweise erfolgreichen Import die genannten Produkte. Lade anschließend die Gewinnübersicht neu.
Mehrere Zeiträume in einer Datei
Dieselbe SKU darf mehrfach in der Datei stehen, wenn die Zeilen unterschiedliche Kostenzeitpunkte beschreiben. Kopiere dafür die exportierte Zeile einschließlich aller Referenzspalten. ASIN, SKU und Marktplatz bleiben gleich; passe Effective From (YYYY-MM-DD), COGS und gegebenenfalls Currency an.
Beispiel für drei Zeilen derselben SKU auf demselben Marktplatz. Zur Übersicht sind hier nur die bearbeitbaren Spalten gezeigt; in der Importdatei bleiben alle Spalten erhalten:
| Effective From (YYYY-MM-DD) | COGS | Currency | Gültigkeit |
|---|---|---|---|
| leer lassen | 8,00 | EUR | Beginn bis 31.03.2026 |
| 2026-04-01 | 9,50 | EUR | 01.04. bis 30.06.2026 |
| 2026-07-01 | 10,00 | EUR | ab 01.07.2026 |
Ein Enddatum trägst du nicht ein: Der nächste Zeitpunkt beendet den vorherigen Zeitraum. Verwende je SKU und Marktplatz nur eine Zeile pro Zeitpunkt.
Bestehende Werte ergänzen, ändern oder löschen
Der Import ergänzt die gespeicherten Warenkosten (COGS):
| Änderung in der Datei | Ergebnis |
|---|---|
| Neuer Zeitpunkt für eine SKU | ergänzt die Historie |
| Bereits vorhandener Zeitpunkt mit anderem Betrag oder anderer Währung | aktualisiert diesen Zeitpunkt |
| SKU oder Zeitpunkt nicht in der Datei enthalten | bleibt unverändert |
COGS ist 0 | hinterlegt Stückkosten von 0 |
COGS ist leer | entfernt die gesamte Kostenhistorie der SKU |
Eine leere COGS-Zelle ist ein Löschauftrag
Lass COGS nicht leer, um eine Zeile zu überspringen. Entferne stattdessen die ganze Zeile aus der Datei. Verwende zum Zurücksetzen einer SKU nur eine Zeile und mische sie nicht mit neuen Kostenzeitpunkten derselben SKU.
Die Vorschau ordnet jede Zeile als Aktualisierung, neuen Eintrag, Löschung, nicht gefundenes Produkt, ungültig oder unverändert ein.
Tritt bei einer Zeile ein Validierungs- oder Währungsfehler auf, übernimmt sellerfox keine der Zeilen für dieselbe ASIN auf demselben Marktplatz. Das kann mehrere SKUs betreffen. Andere Produkte werden trotzdem weiter importiert.
Korrigiere die betroffenen Zeilen und importiere sie erneut. Bei einer allgemeinen Fehlermeldung prüfe zuerst die gespeicherten Zeitpunkte; der Import setzt nicht automatisch alle bereits übernommenen Änderungen zurück. Weitere Hilfe findest du im Troubleshooting zum Import der Warenkosten.
Dateiformat und Spalten
Du kannst eine CSV- oder XLSX-Datei mit bis zu 10 MB importieren. CSV-Dateien müssen ein Semikolon als Trennzeichen verwenden. Als Dezimaltrennzeichen sind Komma und Punkt zulässig; Tausendertrennzeichen werden nicht unterstützt.
Das aktuelle Exportformat enthält diese Spalten:
| Spalte | Bearbeiten? | Zweck |
|---|---|---|
ASIN (readonly) | nein | Produktidentität |
SKU (readonly) | nein | SKU-Identität |
Marketplace (readonly) | nein | Marktplatzidentität |
Product Name (readonly) | nein | nur Referenz |
Effective From (YYYY-MM-DD) | ja | Zeitpunkt, leer bedeutet „Beginn“ |
COGS | ja | Stückkosten als reine Zahl |
Currency | ja | dreistelliger Code der Ausgangswährung |
Converted COGS (readonly) | nein | umgerechneter Referenzwert |
Converted Currency (readonly) | nein | Zielwährung des Workspaces |
Lass alle Spalten mit (readonly) unverändert.
Währungsumrechnung
Weicht die Währung der Warenkosten von der Workspace-Währung ab, werden die Warenkosten bei der Analyse in die Workspace-Währung umgerechnet. Bei einem datierten COGS-Zeitpunkt verwendet sellerfox bevorzugt den Schlusskurs für „Gültig ab“. Fehlt der Schlusskurs, gilt der Zwischenkurs desselben Tages oder der jüngste verfügbare Schluss- oder Zwischenkurs aus den zwei vorangehenden Tagen. Bei „Beginn“ gilt der früheste verfügbare Kurs. Die umgerechneten Spalten im Export dienen nur zur Kontrolle; bearbeite den Betrag in COGS und die Ausgangswährung in Currency.
Einnahmen und Ausgaben erfassen
Unter „Einnahmen & Ausgaben“ erfasst du Beträge, die Amazon nicht meldet, beispielsweise Kosten für Software, Steuerberatung oder eine Agentur sowie einmalige Korrekturen.
| Ansicht | Was angezeigt wird |
|---|---|
| „Automatisch“ | von Amazon gemeldete Buchungen, nicht bearbeitbar |
| „Manuell“ | selbst erfasste Buchungen und bereits erzeugte Buchungen aus wiederkehrenden Vorlagen |
| „Geplant“ | tägliche, wöchentliche oder monatliche Vorlagen für weitere Buchungen |
Eine Buchung anlegen
- Wähle „Ausgabe hinzufügen“ und „Einmalig“.
- Wähle als Typ „Einnahme“ oder „Ausgabe“ und trage Datum und Bezeichnung ein.
- Gib „Nettobetrag“ und „MwSt.“ als Geldbeträge ein, nicht als Steuersatz. Bei 100 EUR netto und 19 EUR Steuer trägst du 100 und 19 ein.
- Wähle die Kategorie und lege fest, für welche Marktplätze oder SKUs der Betrag gilt.
- Speichere die Buchung.
Die Buchungsliste zeigt den Bruttobetrag, im Beispiel 119 EUR. In der GuV werden bei aktivem Vorsteuerabzug 100 EUR berücksichtigt, andernfalls 119 EUR. Deshalb kann der Listenbetrag vom Betrag in der Gewinnübersicht abweichen.
Beträge zuordnen
| Geltungsbereich | Auswirkung auf die Auswertung |
|---|---|
| Alle Marktplätze | allgemeiner Betrag für den Workspace; wird nicht auf einzelne Marktplätze oder Produkte verteilt |
| Ausgewählte Marktplätze | gleichmäßige Verteilung auf die ausgewählten Marktplätze |
| Ausgewählte SKUs | gleichmäßige Verteilung auf die ausgewählten SKUs |
Beispiel: Eine Ausgabe von 90 EUR für DE, FR und IT wird mit je 30 EUR diesen drei Marktplätzen zugeordnet. Bei einer Zuordnung zu allen Marktplätzen bleiben die 90 EUR dagegen ein allgemeiner Workspace-Betrag. Dieser fehlt in einer nach einzelnen Marktplätzen oder Produkten gefilterten Ansicht, auch wenn du mehrere Marktplätze auswählst.
Kategorien verwalten
Unter „P&L-Kategorien verwalten“ kannst du eigene Kostenkategorien anlegen, umbenennen, löschen oder einer „Hauptkategorie“ der GuV zuordnen. Diese Zuordnung bestimmt, an welcher Gewinnstufe die Buchungen berücksichtigt werden. Eine Umzuordnung gilt auch für bereits vorhandene Buchungen.
Das Löschen einer Kategorie löscht nicht deren Buchungen. Ohne diese Zuordnung erscheinen sie unter „Sonstige Kosten“. Von Amazon vorgegebene Kategorien werden in diesem Dialog nicht angezeigt; automatisch erfasste Buchungen kannst du nicht bearbeiten.
Wiederkehrende Buchungen verwalten
Wähle beim Anlegen „Wiederkehrend“ und lege „Startdatum“ und „Häufigkeit“ fest. Die Vorlage erscheint unter „Geplant“, die daraus erzeugten Buchungen unter „Manuell“.
- Täglich: eine Buchung pro Tag.
- Wöchentlich: am Wochentag des Startdatums.
- Monatlich: am Kalendertag des Startdatums. Gibt es diesen Tag nicht, verwendet sellerfox den letzten Tag des Monats, etwa den 28. Februar statt des 31.
Liegt das Startdatum in der Vergangenheit, wird beim Anlegen die Startbuchung erzeugt. Die dazwischenliegenden Wiederholungen werden nicht automatisch nachgetragen. Prüfe historische Ausgaben und ergänze fehlende Buchungen einzeln.
Bearbeite die Vorlage unter „Geplant“, um künftige Buchungen zu ändern. Bereits erzeugte Buchungen bleiben dabei unverändert; eine einzelne Buchung korrigierst du unter „Manuell“.
Beim Löschen der Vorlage wählst du zwischen:
- „Zukünftige Ausgaben stoppen“: beendet die Wiederholung und behält alle bereits erzeugten Buchungen.
- „Alle Ausgaben löschen“: entfernt die Vorlage und alle daraus erzeugten Buchungen.
Eigene FBM-Kosten hinterlegen
Unter Profit Tracking Einstellungen hinterlegst du die Kosten für Eigenversand. Diese Regeln gelten ausschließlich für FBM. Bei FBA verwendet sellerfox die von Amazon gemeldeten Gebühren.
Pick & Pack
Im Tab „Pick & Pack Kosten (FBM)“ hinterlegst du die Bearbeitung und Verpackung einer Bestellung:
| Eingabe | Berechnung |
|---|---|
| „Bearbeitungsgebühr pro Bestellung“ | einmal je Bestellung |
| „Erster Pick“ | einmal je Bestellung |
| „Jede weitere Einheit“ | je Einheit nach der ersten, unabhängig von der Anzahl unterschiedlicher SKUs |
| „Karton“, „Flyer“, „Verpackungsservice“ | jeder hinterlegte Betrag zusätzlich einmal je Bestellung |
Beispiel: Bei drei Einheiten fallen ein erster Pick und zwei weitere Einheiten an. Das gilt sowohl für drei Einheiten derselben SKU als auch für drei unterschiedliche SKUs.
Retourenkosten
Im Tab „Retourenkosten“ hinterlegst du Bearbeitungs- und Rücksendeetikettkosten einmal je erstatteter Bestellung sowie einen Betrag je erstatteter Einheit. Mehrere Rücksendungen zu derselben Bestellung führen nicht zu mehrfachen festen Gebühren.
sellerfox schätzt die Retourenkosten anhand der von Amazon gemeldeten erstatteten Stückzahl. Das bedeutet nicht, dass die Artikel tatsächlich zurückgesendet wurden. Meldet Amazon keine erstattete Einheit, etwa bei einer reinen Preiskorrektur, werden keine Retourenkosten geschätzt.
Versandvorlagen und Reihenfolge
Öffne den Tab „Versandkosten“ und wähle „Erste Vorlage erstellen“ oder, bei vorhandenen Vorlagen, „Vorlage hinzufügen“:
- Benenne die Vorlage.
- Wähle Marktplätze, Zielländer und Produkte, für die sie gelten soll. Bei einer eingeschränkten Produktauswahl müssen alle Produkte der Bestellung enthalten sein.
- Wähle Pauschalpreis, Gewichts- oder Größenstufen und hinterlege die Kosten.
- Speichere die Vorlage und prüfe ihre Position in der Liste.
sellerfox prüft aktive Vorlagen von oben nach unten. Die erste passende Vorlage gilt; passende Preise werden weder addiert noch nach dem günstigsten Preis verglichen. Ziehe aktive Vorlagen in die gewünschte Reihenfolge. Deaktivierte Vorlagen werden übersprungen.
Gibt es mit keiner Vorlage eine Übereinstimmung, gilt die „Standardvorlage“ für alle Marktplätze, Zielländer und Produkte. Ist dort ein Preis von 0 hinterlegt, berücksichtigt sellerfox keine geschätzten Versandkosten.
Hat Amazon für eine Bestellung tatsächliche Versandlabelkosten gemeldet, zieht sellerfox für diese Bestellung nicht zusätzlich den geschätzten FBM-Versandbetrag ab. Die Pick-&-Pack-Kosten bleiben davon unberührt.
Gewichts- und Größenstufen
| Methode | Maßgeblicher Wert |
|---|---|
| Pauschalpreis | ein Betrag je Bestellung |
| Gewichtsbasiert | Summe der Gewichte aller bestellten Einheiten, in Gramm |
| Größenbasiert | größte einzelne Produktdimension, in Zentimetern; keine Summe der Maße und kein Paketvolumen |
Die Unter- und Obergrenze einer Stufe sind eingeschlossen. Liegt der Wert in keiner Stufe, prüft sellerfox die nächste Vorlage und zuletzt die Standardvorlage.
Fehlende Gewichte oder Maße schließen eine Vorlage nicht automatisch aus. Fehlende Angaben tragen nichts zum ermittelten Gesamtgewicht bzw. zur größten Dimension bei; dadurch kann eine zu niedrige Stufe passen. Prüfe die verwendeten Produktdaten und das Ergebnis im Simulator.
Preisänderungen und frühere Bestellungen
Mit „Preisänderung hinzufügen“ legst du einen neuen Preis ab „Gültig ab“ fest. Behalte die bisherigen Preise, wenn frühere Bestellungen unverändert bleiben sollen. Bearbeitest oder entfernst du einen bestehenden Preis, kann sich auch der Gewinn vergangener Zeiträume ändern.
Nach Änderungen werden die betroffenen geschätzten FBM-Kosten neu berechnet. Wann du die neuen Werte prüfen kannst, steht unter Änderungen an Kosten.
Versandkosten simulieren
Mit dem Versandkosten-Simulator prüfst du eine Konfiguration: Wähle Produkte, einen „Marktplatz“ und ein „Ziel“ und klicke auf „Versand berechnen“. Das Ergebnis nennt die angewendete Vorlage, die verwendete Stufe und den Grund, aus dem eine Vorlage übersprungen wurde.
Der Simulator verwendet das heutige Datum und je eine Einheit jedes ausgewählten Produkts. Der Simulator bildet deshalb keine konkrete historische Bestellung nach. Möchtest du das Ergebnis mit einer früheren Bestellung vergleichen, berücksichtige deren Bestelldatum, Stückzahlen und die damals gültigen Preise.
Woher die Zahlen kommen
Änderungen an Kosten
Wie lange eine Kostenänderung dauert, hängt von der Datenmenge ab. Nach Änderungen an FBM-Kostenregeln zeigt ein orangefarbener Aktualisierungsbanner, dass die Neuberechnung noch läuft:
| Änderung | Üblicher Zeitraum und Prüfsignal |
|---|---|
| Warenkosten (COGS) gespeichert, importiert oder zurückgesetzt | einzelne Änderungen meist innerhalb weniger Sekunden, größere Importe innerhalb einiger Minuten; warte auf den erfolgreichen Abschluss und öffne oder lade danach die Gewinnübersicht neu |
| Einnahme oder Ausgabe gespeichert | meist innerhalb weniger Minuten; die Buchung erscheint zuerst in der Liste und wird anschließend in die Gewinnübersicht übernommen |
| FBM-Kostenregeln geändert | meist innerhalb weniger Minuten, bei großen Datenmengen länger; solange der orangefarbene Aktualisierungsbanner sichtbar ist, läuft die Neuberechnung noch |
Bei Warenkosten (COGS) gehört die Aktualisierung bereits zum Speichern oder Importieren. Nach der Erfolgsmeldung musst du nicht zusätzlich warten.
Während der FBM-Aktualisierung können geschätzte Kosten noch unvollständig sein. Erscheint nach erneutem Laden weder der orangefarbene noch ein roter Banner, ist die Aktualisierung abgeschlossen. Ein roter Banner bedeutet, dass die Aktualisierung fehlgeschlagen ist; die zuletzt bekannten Werte können deshalb noch alte Kosten enthalten. Folge dann dem Troubleshooting für die FBM-Aktualisierung.
Amazon-Daten und eigene Eingaben
| Eingabe | Quelle und Zeitpunkt |
|---|---|
| Umsatz, Bestellgebühren, Erstattungen | Amazon-Bestell- und Transaktionsdaten. Endgültige Gebühren können Schätzwerte später ersetzen |
| Sonstige Amazon-Buchungen | Gibt Amazon einen bestimmten Marktplatz oder ein bestimmtes Produkt für eine Buchung an, ordnet sellerfox sie entsprechend zu |
| Werbung | die tägliche Aktualisierung über die Ads API. Profit Tracking löst keine zusätzliche Aktualisierung der Werbedaten aus |
| Warenkosten (COGS), Einnahmen, Ausgaben, FBM-Regeln | von Workspace-Nutzern eingetragen. Für fehlende Werte setzt sellerfox nichts ein |
Zeitpläne und verfügbare historische Daten findest du unter Datenaktualisierung, die exakten Definitionen der Profit-KPIs im KPI-Explorer.
Über den MCP-Server kannst du Gewinn und Kosten auch mit einem autorisierten KI-Client auswerten. Die Anleitung erklärt, wie du die Verbindung einrichtest und welche Grenzen bei der Kostenzuordnung gelten.
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