Amazon Gewinn berechnen: Marge, ROI und Beispielrechnung für FBA-Händler
Umsatz ist noch kein Gewinn. Hier erfährst du, welche Amazon-Gebühren und Warenkosten du abziehen musst und wie du Gewinn, Marge und ROI an einem FBA-Beispiel berechnest. Außerdem geht es darum, was bei FBM anders ist, warum der Gewinn in vielen Kalkulationen zu hoch ausfällt und wie du deinen Gewinn je Produkt im Blick behältst.
Auch ein Produkt mit hohem Umsatz kann Verlust machen. Zwischen dem Preis, den deine Kunden zahlen, und dem Gewinn, der dir am Ende bleibt, liegen Warenkosten, Amazon-Gebühren, Werbung, Retouren und deine eigenen Gemeinkosten. Die Marge zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz nach Abzug all dieser Kosten übrig bleibt.
Zuerst geht es um die Kosten, die du abziehst, und um die Unterschiede zwischen FBA und FBM. Danach klären wir, warum du die Warenkosten selbst pflegen musst. An einem FBA-Beispiel rechnest du anschließend Gewinn, Marge und ROI durch. Zum Schluss zeigen wir, was Amazons eigene Rechner auslassen und wie du den Gewinn je Produkt verfolgst.
Stand: Amazons Gebührenseiten und Seller-Central-Hilfe für Deutschland und die USA, geprüft im Oktober 2026.
Welche Kosten deinen Amazon-Gewinn schmälern
Warenkosten (COGS): die Kosten einer verkauften Einheit, also Einkaufspreis, Fracht, Zoll und Transport zu Amazon. Deine Warenkosten kennt Amazon nicht. Worauf es bei den Warenkosten ankommt, liest du weiter unten.
Verkaufstarif: Der Tarif „Professionell“ kostet auf amazon.de 39 € im Monat zuzüglich Umsatzsteuer. Beim Tarif „Einzelanbieter“ entfällt die Monatsgebühr, dafür zahlst du 0,99 € pro verkauftem Artikel.
Verkaufsgebühr: ein Prozentsatz vom Gesamtpreis aus Artikelpreis, Versandkosten und Geschenkverpackung. Liegt der Prozentbetrag unter dem Mindestbetrag, zahlst du den Mindestbetrag. Die meisten Verkaufsgebühren liegen laut Amazon zwischen 8 % und 15 %. Nach Amazons europäischem Verkäufervertrag gehört die Umsatzsteuer zum Gebührengrundbetrag.
FBA-Gebühren: Mit den Gebühren für Versand durch Amazon sind laut Amazon Lagerung, Entnahme, Verpackung, Versand und Kundenservice abgedeckt. Wie hoch die Versandgebühr ausfällt, hängt von Größe und Gewicht des Produkts ab. Seit dem 17. April 2026 erhebt Amazon auf amazon.de zusätzlich einen Treibstoff- und Logistikaufschlag von 1,5 % auf die FBA-Versandgebühren. Vom 15. Oktober 2026 bis zum 14. Januar 2027 gelten für die meisten Pakete außerdem höhere Versandgebühren.
Lagerung: Amazon berechnet monatliche Lagergebühren nach Volumen, von Oktober bis Dezember zu höheren Sätzen. Hinzu kommen ein Aufschlag für die Lagernutzung bei hohem Lagerbestand und ab 241 Tagen Lagerdauer ein Aufschlag für Altbestand.
Retouren: Bei einer Erstattung behält Amazon eine Bearbeitungsgebühr für Erstattungen ein: 20 % der Verkaufsgebühr, höchstens 5 €. Liegt die Rücksendungsrate eines Produkts über dem Schwellenwert der jeweiligen Kategorie, kommt eine Bearbeitungsgebühr für Warenrücksendungen hinzu. Bei Bekleidung und Schuhen fällt diese Gebühr für jede kostenlose Rücksendung an.
Werbung: Sponsored Products und weitere Anzeigenformate. Wie Werbekosten und Umsatz zusammenhängen, erklärt unser Ratgeber zu ACOS und TACoS.
Sonstige Kosten: Aktionen und Coupons, Remissionen, Tools, Verpackung und deine eigenen Gemeinkosten.
Umsatzsteuer: Die Preise auf amazon.de enthalten Umsatzsteuer, Amazons Gebühren sind dagegen netto angegeben. Ziehe deshalb zuerst die Umsatzsteuer vom Verkaufspreis ab und berechne erst dann die Marge. Wie du die Umsatzsteuer auf Amazons Gebühren behandelst, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung. Alle Gebührenarten mit aktuellen Sätzen findest du in unserer Beispielrechnung zu den FBA-Gebühren.
FBA oder FBM: Welche Kosten unterscheiden sich?
Bei FBA übernimmt Amazon Lagerung und Versand gegen Gebühr. Bei FBM versendest du selbst und trägst diese Kosten direkt. Verkaufstarif, Verkaufsgebühr, Werbung und Warenkosten zahlst du in beiden Fällen.
Versand und Verpackung: Bei FBA sind Pick & Pack und Versand mit der FBA-Versandgebühr abgedeckt. Bei FBM zahlst du Pick & Pack und Versandetiketten selbst. Versandkosten, die Kunden bei FBM zahlen, zählen zum Umsatz. Auch auf diesen Betrag berechnet Amazon die Verkaufsgebühr.
Lagerung: Bei FBA zahlst du Amazons Lagergebühren und Aufschläge. Bei FBM trägst du die Kosten für dein eigenes Lager oder deinen Logistikdienstleister.
Retouren: Bei FBA fällt je nach Kategorie und Rücksendungsrate eine Bearbeitungsgebühr für Warenrücksendungen an. Bei FBM bearbeitest du Rücksendungen selbst und trägst Kosten wie Arbeitszeit und gegebenenfalls Rücksendeetiketten. Die Bearbeitungsgebühr für Erstattungen behält Amazon bei beiden Versandarten ein.
Abrechnung über Amazon: Die FBA-Versandgebühr zieht Amazon bei jeder Bestellung ab. Kaufst du Versandetiketten über Amazon, rechnet Amazon auch die Etikettenkosten ab. Deine übrigen FBM-Kosten kennt Amazon ebenso wenig wie deine Warenkosten.
Warenkosten: die Kosten, die Amazon nicht kennt
Amazon weiß, welche Gebühren anfallen, aber nicht, was dich die Ware im Einkauf gekostet hat. Im Einnahmenrechner trägst du die geschätzten Warenkosten je Versandoption selbst ein, und Amazons Gewinnanalyse berücksichtigt Warenkosten nur, wenn du die Kosten dort hinterlegst. Ohne Warenkosten fällt jede Gewinnrechnung zu hoch aus. In der Beispielrechnung unten sind die Warenkosten sogar die größte einzelne Kostenposition.
Je verkaufter Einheit: Teile die Kosten einer Lieferung durch die Stückzahl. Dazu gehören Einkaufspreis, Fracht, Zoll und der Transport ins Amazon-Lager.
Mit den Kosten zum Bestelldatum: Einkaufspreise schwanken je nach Nachbestellung, Frachtkosten und Wechselkurs. Rechne jeden Verkauf deshalb mit den Warenkosten, die am Bestelldatum galten. Überschreibst du einfach den alten Einkaufspreis, verändert sich rückwirkend der Gewinn vergangener Monate.
Je Marktplatz: Verkaufst du dieselbe SKU auf mehreren Marktplätzen, können Fracht und Zoll unterschiedlich hoch sein.
Auch bei verlorener Ware: Erstattet Amazon verlorene oder beschädigte FBA-Ware, bekommst du zwar eine Gutschrift, die Ware ist aber weg. Ziehe deshalb die Warenkosten der erstatteten Einheiten ab. Sonst sieht die Erstattung wie reiner Gewinn aus.
Formeln: Gewinn, Marge und ROI
Nettoumsatz = Verkaufspreis inklusive Versand − Umsatzsteuer − Erstattungen − Rabatte
Gewinn = Nettoumsatz − Warenkosten − Amazon-Gebühren − Werbekosten − sonstige Kosten
Marge (%) = Gewinn / Nettoumsatz × 100
ROI (%) = Gewinn / Warenkosten × 100
Die Marge zeigt, welcher Anteil deines Umsatzes als Gewinn bleibt. Der ROI zeigt, wie viel du auf das Geld verdienst, das du in Ware steckst. Auch ein Produkt mit niedriger Marge kann einen hohen ROI erzielen, wenn du günstig einkaufst.
Wo die Marge verloren geht, erkennst du, wenn du den Gewinn stufenweise berechnest. Die ersten drei Stufen heißen Deckungsbeitrag 1 bis 3 (DB1 bis DB3). sellerfox rechnet mit vier Stufen:
DB1 (Handelsmarge): Nettoumsatz nach Erstattungen und Rabatten, abzüglich Warenkosten.
DB2 (Logistikmarge): DB1 abzüglich Amazon-Gebühren, Versand und Geschenkverpackung. Bei FBM gehören Pick & Pack und Versandetiketten zum Versand.
DB3 (Marketingmarge): DB2 abzüglich Werbekosten.
Nettogewinn: DB3 abzüglich sonstiger Kosten.
Beispielrechnung: Marge eines FBA-Produkts auf amazon.de
Wir greifen das Springseil aus unserer Beispielrechnung zu den FBA-Gebühren auf und rechnen bis zum Nettogewinn weiter. Das Springseil gehört zur Kategorie Sport und Outdoor, ist als kleines Paket bis 400 g eingestuft und lagert zwei Monate außerhalb der Weihnachtssaison. Warenkosten, Werbung und sonstige Kosten sind Annahmen. Alle Kosten sind netto angesetzt.
Je Einheit | Betrag | % vom Nettoumsatz |
|---|---|---|
Verkaufspreis inkl. 19 % USt. | 24,99 € | |
Umsatzsteuer | −3,99 € | |
Nettoumsatz | 21,00 € | 100,0 % |
Warenkosten | −6,00 € | |
DB1 | 15,00 € | 71,4 % |
Verkaufsgebühr (15 % von 24,99 €) | −3,75 € | |
FBA-Versandgebühr | −3,44 € | |
Lagerung | −0,10 € | |
DB2 | 7,71 € | 36,7 % |
Werbung | −3,00 € | |
DB3 | 4,71 € | 22,4 % |
Sonstige Kosten | −0,40 € | |
Nettogewinn | 4,31 € | 20,5 % |
Die Marge liegt im Beispiel bei 20,5 % (4,31 € / 21,00 €), der ROI bei 71,8 % (4,31 € / 6,00 €). DB3 entspricht mit 4,71 € genau der Marge pro Einheit aus der Beispielrechnung zu den FBA-Gebühren. Erstattungen schmälern das Ergebnis zusätzlich: Für jede Erstattung fallen die Bearbeitungsgebühr für Erstattungen und gegebenenfalls eine Bearbeitungsgebühr für Warenrücksendungen an.
Versendest du selbst (FBM), fallen FBA-Versandgebühr und Lagergebühr weg. Stattdessen ziehst du in DB2 deine Kosten für Pick & Pack, Verpackung und Versandetikett ab. Hinzu kommen die Kosten für dein eigenes Lager.
Wie stark eine unvollständige Rechnung den Gewinn verzerrt, zeigt dasselbe Springseil:
Ohne Warenkosten blieben scheinbar 10,31 € (49,1 %) übrig, mehr als doppelt so viel wie der tatsächliche Nettogewinn.
Ziehst du nur Warenkosten, Verkaufs- und FBA-Versandgebühr ab, bleiben scheinbar 7,81 € (37,2 %) statt 4,31 €.
Einen Richtwert für eine „gute“ Marge veröffentlicht Amazon nicht. Ob eine Marge ausreicht, hängt von Kategorie, Preis und Werbebudget ab. Berechne stattdessen deinen Break-even-Punkt. Wie du den Break-even-ACOS aus deiner Marge ableitest, zeigt der Ratgeber zu ACOS und TACoS.
Was Amazons Rechner zeigen und was nicht
Einnahmenrechner: Amazons kostenloser Einnahmenrechner schätzt Gebühren und Gewinn pro Einheit, für Versand durch Amazon ebenso wie für den eigenen Versand. Die Warenkosten und beim eigenen Versand auch die Versandkosten trägst du selbst ein. Laut Amazon sind die Ergebnisse Schätzwerte. Monatliche Abonnementgebühren, Bearbeitungsgebühren für Warenrücksendungen, Bearbeitungsgebühren für Erstattungen, Steuern und Umsatzsteuer berücksichtigt der Rechner nicht.
Gewinnanalyse: Die Gewinnanalyse in Seller Central führt Umsätze, Rücksendungen, Gebühren, Werbung und die von dir hinterlegten Kostendaten je SKU, ASIN und Parent-ASIN zusammen. Laut Amazon sind die Kennzahlen standardmäßig inklusive Steuern, die Abonnementgebühr ist nicht enthalten.
Beide Werkzeuge zeigen Gebühren und Gewinn je Produkt. Viele Rechner und Tools ziehen nur Verkaufs- und FBA-Gebühr ab, und selbst Amazons Einnahmenrechner lässt Abonnement- und Bearbeitungsgebühren weg. Für deinen tatsächlichen Gewinn musst du alle Gebühren berücksichtigen, die Amazon abrechnet, und dazu die Kosten, die Amazon nicht kennt.
Amazon-Gewinn je Produkt mit sellerfox verfolgen
Das Profit Tracking von sellerfox lädt Umsatz, Amazon-Gebühren und Erstattungen über Amazons SP-API, die Werbekosten über die Ads API. Warenkosten, weitere Einnahmen und Ausgaben sowie deine FBM-Kosten ergänzt du selbst. So berücksichtigt Profit Tracking sowohl die Kosten, die Amazon abrechnet, als auch die Kosten, die nur du kennst:
Mehr als 100 Amazon-Gebührenarten in festen Kostenkategorien: sellerfox übernimmt jede Gebühr, Gutschrift und Korrektur aus Amazons Finanzdaten und ordnet mehr als 100 benannte Amazon-Gebührenarten festen Kategorien zu, etwa Verkaufsgebühr, FBA-Gebühren, Versand, Geschenkverpackung und Erstattungen. Alle übrigen Gebührenarten wie Lagergebühren, Coupons oder Vine stehen einzeln unter „Weitere Amazon-Gebühren“. Auch Gebührenarten, die sellerfox noch nicht kennt, gehen nicht verloren, sondern landen unter „Weitere Amazon-Gebühren“ oder „Sonstige Kosten“.
Endgültige statt geschätzter Gebühren: Bei neuen Bestellungen sind die Amazon-Gebühren zunächst geschätzt. In der Regel liegen die endgültigen Gebühren nach 2–4 Tagen vor und ersetzen die Schätzung.
Warenkosten mit Gültigkeitsdatum: Du hinterlegst Warenkosten je SKU und Marktplatz. Ändert sich der Einkaufspreis, legst du einen neuen Zeitpunkt an und trägst das Datum unter „Gültig ab“ ein. Für jede Bestellung verwendet sellerfox die Warenkosten, die am Bestelldatum galten. Vergangene Bestellungen behalten deshalb die bisherigen Warenkosten. Viele SKUs oder mehrere Zeitpunkte pflegst du per CSV- oder XLSX-Import, auch in Fremdwährung. Der Filter „Fehlt“ im Tab „Warenkosten“ zeigt dir SKUs ohne Warenkosten.
Verlorene und beschädigte Ware: Erstattet Amazon verlorene oder beschädigte FBA-Ware, zieht sellerfox auch die Warenkosten der erstatteten Einheiten ab. In der „Wasserfall-Tabelle“ stehen diese Warenkosten unter „Von Amazon verloren/beschädigt“, die Erstattung von Amazon als Gutschrift unter „Weitere Amazon-Gebühren“.
FBA und FBM: Bei FBA übernimmt sellerfox die Gebühren aus Amazons Abrechnung. Für FBM legst du unter Profit Tracking Einstellungen eigene Kostenregeln an. Im Tab „Pick & Pack Kosten (FBM)“ hinterlegst du Kosten je Bestellung und je weiterer Einheit. Im Tab „Versandkosten“ legst du Vorlagen je Marktplatz, Zielland und Produkt an, mit Pauschalpreis oder mit Gewichts- oder Größenstufen. Im Tab „Retourenkosten“ trägst du Kosten je erstatteter Bestellung und je erstatteter Einheit ein. Meldet Amazon für eine Bestellung die tatsächlichen Kosten für Versandetiketten, zieht sellerfox nicht zusätzlich den geschätzten Versandbetrag ab. Auch hier gelten Preisänderungen ab dem Datum unter „Gültig ab“. Mit dem Versandkosten-Simulator prüfst du, welche Vorlage und Stufe für eine Beispielbestellung greift.
Umsatzsteuer und Vorsteuer: sellerfox übernimmt die Umsatzsteuer, die Amazon meldet. Meldet Amazon auf einem EU- oder UK-Marktplatz keine Umsatzsteuer, kann sellerfox die Umsatzsteuer anhand deiner Einstellungen berechnen. Ob Kosten wie Amazon-Gebühren netto oder brutto zählen, hängt von deiner Angabe zum Vorsteuerabzug ab.
Eigene Kosten: Kosten für Software, Steuerberatung oder eine Agentur erfasst du unter „Einnahmen & Ausgaben“, einmalig oder als tägliche, wöchentliche oder monatliche Buchung. Die Beträge ordnest du Marktplätzen oder SKUs zu.
Die „Wasserfall-Tabelle“ zeigt DB1, DB2, DB3 und Nettogewinn für jeden Zeitraum, gruppiert nach Marktplatz, Child-ASIN oder Parent-ASIN, wahlweise als Betrag oder als Anteil am Nettoumsatz. Kostenzeilen klappst du bis zu den Unterkategorien auf. Gruppierst du nach SKU, steht bei Werbekosten, DB3 und Nettogewinn ein „–“, weil Amazon Werbekosten je ASIN meldet und nicht je SKU.
Zwei Einschränkungen solltest du kennen:
Fehlende Kosten: Für Kosten, die du nicht eingetragen hast, setzt sellerfox keinen Ersatzwert ein. Solange Warenkosten fehlen, fällt der Nettogewinn deshalb zu hoch aus.
Produktansicht: Produktzeilen enthalten nur Kosten, die sellerfox dem Produkt zuordnen kann. Den vollständigen Kostenumfang siehst du in der Marktplatzansicht ohne Marktplatz- oder Produktfilter.
Über den sellerfox MCP-Server kannst du Gewinn und Kosten auch in Claude, ChatGPT und anderen kompatiblen KI-Assistenten abfragen. Welche Daten der Assistent dabei abruft, erklärt unser Ratgeber KI für Amazon-Händler. Die Anleitung zu Profit Tracking in der sellerfox-Dokumentation beschreibt die Einrichtung, das Hinterlegen der Warenkosten je SKU und den Import.
Häufige Fragen zum Amazon-Gewinn
Wie berechne ich meine Marge auf Amazon?
Teile deinen Gewinn durch den Nettoumsatz und multipliziere das Ergebnis mit 100. Den Gewinn erhältst du, wenn du vom Nettoumsatz Warenkosten, Amazon-Gebühren, Werbekosten und sonstige Kosten abziehst. Auf amazon.de ziehst du zuerst die Umsatzsteuer vom Preis ab.
Welche Kosten gehören zu den Warenkosten (COGS)?
Zu den Warenkosten gehören der Einkaufspreis sowie Fracht, Zoll und der Transport ins Amazon-Lager, jeweils umgerechnet auf eine verkaufte Einheit. Ändert sich der Einkaufspreis, rechnest du jeden Verkauf mit den Warenkosten, die am Bestelldatum galten.
Wie unterscheidet sich die Gewinnrechnung bei FBA und FBM?
Bei FBA ziehst du zusätzlich die Gebühren ab, die Amazon für FBA abrechnet: FBA-Versandgebühr, Lagergebühren, Aufschläge und gegebenenfalls die Bearbeitungsgebühr für Warenrücksendungen. Bei FBM fallen diese Gebühren weg. Stattdessen ziehst du deine eigenen Kosten für Lager, Pick & Pack, Verpackung, Versandetiketten und Retouren ab. Verkaufsgebühr, Werbung und Warenkosten zahlst du in beiden Fällen.
Was ist eine gute Marge auf Amazon?
Einen Richtwert veröffentlicht Amazon nicht. Eine Marge reicht aus, wenn nach Werbekosten, Retouren und Gemeinkosten noch der Gewinn übrig bleibt, den du brauchst. Vergleiche die Margen deiner Produkte untereinander und mit deinem Break-even-ACOS.
Berechnet Amazon die Verkaufsgebühr auf den Preis mit Umsatzsteuer?
Auf amazon.de ja. Nach Amazons europäischem Verkäufervertrag gehört die Umsatzsteuer zum Gebührengrundbetrag. In den USA berechnet Amazon die Verkaufsgebühr dagegen ohne die Sales Tax, die Amazon einzieht.
Zeigt Amazons Einnahmenrechner meinen tatsächlichen Gewinn?
Nein. Laut Amazon sind die Werte nur Schätzungen. Abonnementgebühren, Bearbeitungsgebühren für Warenrücksendungen und Erstattungen sowie die Umsatzsteuer berücksichtigt der Rechner nicht, und die Warenkosten trägst du selbst ein.
Fazit: Gewinn mit allen Kosten berechnen, nicht nur pro Einheit
Dein Amazon-Gewinn ist das, was nach Warenkosten, Amazon-Gebühren, Werbung, Retouren und Gemeinkosten übrig bleibt. Rechne jeden Verkauf mit den Warenkosten vom Bestelldatum und ermittle den Gewinn in Stufen, damit du siehst, wo Marge verloren geht. Verfolge den tatsächlichen Gewinn je Produkt und Marktplatz im Zeitverlauf. Für schnelle Schätzungen vor dem Einkauf eignet sich Amazons Einnahmenrechner.
Du willst deinen tatsächlichen Gewinn kennen? sellerfox ordnet mehr als 100 Amazon-Gebührenarten festen Kostenkategorien zu, rechnet mit deinen Warenkosten zum Bestelldatum und zeigt dir DB1 bis Nettogewinn je Produkt und Marktplatz, für FBA und FBM. Teste sellerfox 30 Tage kostenlos.
Quellen: Amazon: Gebühren für Verkaufspartner · Amazon: Gebührenübersicht amazon.de · Amazon: Versand durch Amazon – Funktionen, Dienstleistungen, Gebühren · Amazon: Tarifübersicht FBA (gültig ab 1. Juli 2026, PDF) · Amazon: Aufschlag für Altbestand im Lager · Amazon: Bearbeitungsgebühr für Warenrücksendungen · Amazon: Business Solutions Vertrag · Amazon: Einnahmenrechner · Amazon: Gewinnanalyse · Amazon: Selling on Amazon fee schedule (USA, englisch)
