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Profit Tracking ​

Mit Profit Tracking siehst du, wie viel Gewinn nach Abzug deiner Kosten bleibt. Umsatz, Amazon-Gebühren, Werbekosten und Erstattungen lädt sellerfox von Amazon. Warenkosten (COGS), weitere Einnahmen und Ausgaben sowie Kosten für Eigenversand ergänzt du selbst.

Owner und Admins können Warenkosten (COGS), Einnahmen, Ausgaben, FBM-Kostenregeln und die Kachel-Sets ändern. Viewer dürfen Profit Tracking und den Export der Warenkosten (COGS) verwenden, aber keine Kosten importieren, bearbeiten oder zurücksetzen. Weitere Informationen findest du unter Berechtigungen.

Gewinnberechnung auf Vollständigkeit prüfen ​

Prüfe zuerst diese Eingaben:

Während des ersten Imports von Bestellungen und Transaktionen zeigt Profit Tracking einen Hinweis mit dem aktuellen Fortschritt. Bis der Import abgeschlossen ist, sind die Zahlen unvollständig.

Fehlende Kosten werden nicht abgezogen

Für eine fehlende Kostenangabe setzt sellerfox keinen Ersatzwert ein. Der Nettogewinn fällt deshalb zu hoch aus, bis du den fehlenden Wert nachträgst.

Umsatzsteuer festlegen ​

sellerfox übernimmt von Amazon ausgewiesene Umsatzsteuer immer. Weist Amazon keine Umsatzsteuer aus, kann sellerfox die USt anhand deiner Einstellungen aus dem Bruttopreis berechnen. Unter Einstellungen → Workspace → Umsatzsteuer legst du dafür deine Besteuerung und die Nutzung von Amazons Umsatzsteuer-Berechnungsservice (VCS) fest. Owner und Admins können die Einstellung ändern, Viewer sehen die Antworten nur.

Die Zeile Umsatzsteuer zeigt, ob du umsatzsteuerpflichtig bist, ob Amazon VCS aktiv ist und ob die Vorsteuer abzugsfähig ist.
  1. „Wie wirst du besteuert?“: Wähle „Regelbesteuerung“ oder „Kleinunternehmer (§19 UStG)“.
  2. „Weist Amazon die Umsatzsteuer in deinen Bestellungen aus?“: Wähle bei Regelbesteuerung „Ja, ich nutze Amazons Umsatzsteuer-Berechnungsservice (VCS)“ oder „Nein“.
  3. „Bekommst du die Vorsteuer auf deine Kosten zurück?“: Mit „Ja“ zieht Profit Tracking Kosten wie Amazon-Gebühren netto ab, mit „Nein“ brutto.
  4. Wähle „Speichern“.

Die Fragen zur Besteuerung und zu VCS erscheinen, wenn im Workspace mindestens einer dieser Marktplätze aktiv ist: DE, FR, IT, ES, GB, IE, NL, BE, SE oder PL. Prüfe die vorausgewählten Antworten vor dem Speichern. Nutzt du VCS nicht, wähle bei der zweiten Frage „Nein“.

Für Regelbesteuerung und VCS kannst du jeweils ein Startdatum angeben. Ohne Datum gilt die Antwort „seit Beginn“. Das Beispiel im Fenster zeigt, wie sich die Antworten auf die Berechnung auswirken.

Diese Berechnung gilt nur für Bestellungen ohne von Amazon ausgewiesene USt, deren Kaufdatum in den Zeitraum fällt, in dem du laut deinen Einstellungen regelbesteuert bist und kein VCS nutzt. Gibst du ein VCS-Startdatum an, endet die Berechnung am Tag davor.

  • Es gilt der volle Steuersatz des Lieferlands. Fehlt das Lieferland, gilt das Land des Marktplatzes.
  • Die Berechnung unterstützt Lieferungen von EU-Marktplätzen in EU-Länder und von amazon.co.uk nach Großbritannien. Ermäßigte Steuersätze werden noch nicht berücksichtigt.
  • Als Kleinunternehmer berechnet sellerfox keine Umsatzsteuer.
  • Bei Erstattungen berechnet sellerfox die USt nur, wenn auch beim zugehörigen Verkauf keine USt von Amazon vorlag.

Die berechnete Umsatzsteuer findest du in der Zeile „USt“. In den Bestelldetails zeigt der Zusatz „(berechnet, …)“ Steuersatz und Land. Änderungen an der Einstellung wirken sofort auf betroffene vergangene Zeiträume. Brutto-Umsatz und Sales (Total) bleiben unverändert.

Solange die Einstellung fehlt, führt ein Hinweis über der Gewinnübersicht Owner und Admins zu den Einstellungen.

Gewinnübersicht lesen ​

Zeitraum auswählen ​

Wähle über den Kacheln ein Set und darin eine Kachel. Die ausgewählte Kachel bestimmt den Zeitraum der Tabelle darunter. Beginn und Ende des Zeitraums richten sich nach der Zeitzone deines Browsers, eine Woche beginnt am Sonntag.

SetKacheln
„Tage“„Heute“, „Gestern“, „Vorgestern“, „Vor 3 Tagen“
„Wochen“„Diese Woche“, „Letzte Woche“, „Vor 2 Wochen“, „Vor 3 Wochen“
„Monate“„Dieser Monat“, „Letzter Monat“, „Vor 2 Monaten“, „Vor 3 Monaten“
„Quartale“„Dieses Quartal“, „Letztes Quartal“, „Vor 2 Quartalen“, „Vor 3 Quartalen“
„Laufend“„Heute“, „Diese Woche“, „Dieser Monat“, „Dieses Jahr“

Beim Öffnen der Seite erscheint das erste sichtbare Set. Für einen eigenen Zeitraum wählst du „Benutzerdefiniert“, sofern die Kachel eingeblendet ist.

Beginnt ein angezeigter Zeitraum vor dem Startdatum deiner Bestellhistorie, nennt ein Hinweis dieses Datum. Davor sind die Werte unvollständig. Siehe Bestellhistorie.

Der Prozentwert neben „Umsatz“ zeigt die Veränderung zur Vorperiode:

  • Laufende Zeiträume werden bis zum selben Zeitpunkt verglichen: am 19. Oktober um 10 Uhr zum Beispiel der laufende Oktober mit dem 1. bis 19. September um 10 Uhr.
  • Abgeschlossene Zeiträume werden vollständig verglichen, etwa gestern mit vorgestern.
  • Rollierende Zeiträume wie „Letzte 7 Tage“ enthalten heute. Der Vergleich umfasst die gleich lange Zeit davor und endet zur selben Uhrzeit.
  • Feste und benutzerdefinierte Zeiträume werden mit dem direkt davorliegenden Zeitraum gleicher Länge verglichen.

Gewinnstufen verstehen ​

Die Ansicht „Standard“ zeigt die wichtigsten Werte. Die „Wasserfall-Tabelle“ zeigt die vollständige Berechnung von Brutto-Umsatz bis Nettogewinn. In der „Wasserfall-Tabelle“ wechselst du mit dem Währungssymbol und „%“ zwischen Beträgen und dem Anteil jeder Zeile am Netto-Umsatz. Fahre mit der Maus über den Namen einer Zeile, um zu sehen, was die Zeile enthält.

Brutto-Umsatz ist nicht Sales (Total)

Brutto-Umsatz basiert auf Bestellungen und kann deshalb von Sales (Total) im Dashboard abweichen. Die Unterschiede erklärt Brutto-Umsatz und Sales (Total) unterscheiden.

Die Standardansicht zeigt die Zeitraumkacheln und darunter die nach Marktplatz gruppierten Werte.

Die vier Ergebniszeilen ziehen nacheinander weitere Kosten vom Umsatz ab. So erkennst du, auf welcher Stufe die Marge entsteht oder verloren geht:

DB1 (Handelsmarge)Währung

Netto-Umsatz nach Erstattungen und Rabatten, abzüglich Warenkosten (COGS). DB1 zeigt die Marge vor Amazon-Gebühren, Versand, Geschenkverpackung, Werbung und sonstigen Kosten.

Profit
DB2 (Logistikmarge)Währung

DB1 abzüglich Amazon-Gebühren, Versand und Geschenkverpackung. DB2 zeigt die Marge nach diesen Abzügen, aber vor Werbung und sonstigen Kosten.

Profit
DB3 (Marketingmarge)Währung

DB2 abzüglich Werbekosten. DB3 zeigt die Marge nach Werbung, aber vor sonstigen Kosten. Lassen sich die Werbekosten für eine Zeile nicht bestimmen, etwa bei SKU-Zeilen der Übersichtstabelle, zeigt sellerfox "–" an, statt ein Ergebnis ohne das Werbebudget auszuweisen.

Profit
NettogewinnWährung

DB3 abzüglich sonstiger Kosten. Der Nettogewinn ist das Ergebnis nach der letzten Kostenstufe der Wasserfall-Tabelle. Lassen sich die Werbekosten für eine Zeile nicht bestimmen, etwa bei SKU-Zeilen der Übersichtstabelle, zeigt sellerfox "–" an, statt ein Ergebnis ohne das Werbebudget auszuweisen.

Profit

„Erstattete Einheiten“ in der Ansicht „Standard“ zählt die Einheiten, für die Amazon dem Käufer Geld für das Produkt erstattet hat. Daneben steht der Anteil der erstatteten an den verkauften Einheiten. Erstattet Amazon nur Versand oder Steuer, zählt keine Einheit als erstattet. Erstattungen werden im Amazon-Abrechnungszeitraum berücksichtigt, auch wenn die Bestellung aus einem früheren Zeitraum stammt.

Brutto-Umsatz und Sales (Total) unterscheiden ​

Brutto-Umsatz summiert deine einzelnen Bestellungen. Sales (Total) im Dashboard übernimmt Amazons Umsatzzahl aus dem Sales & Traffic Business Report. Amazon berechnet diese Zahl als Produktpreis mal bestellte Einheiten. Für denselben Zeitraum können die beiden Werte deshalb voneinander abweichen:

  • Versand: Brutto-Umsatz enthält den vom Käufer bezahlten Versand abzüglich Versandrabatten.
  • Rabatte: Brutto-Umsatz enthält den Produktpreis vor Aktionsrabatten. Die Rabatte zieht das Profit Tracking erst in der Zeile „Rabatte“ ab.
  • Stornierungen: Stornierte Bestellungen zählen nicht zum Brutto-Umsatz.
  • Zeitzonen: Bestellungen und Dashboard-Reports verwenden unterschiedliche Tagesgrenzen. Dadurch können Bestellungen am Rand eines Zeitraums unterschiedlich gezählt werden. Siehe Zeitzonen.
  • Aktualität: Bestellungen und Reports werden unterschiedlich oft aktualisiert. Die Datenaktualisierung zeigt die Zeitpläne.

Gleichst du sellerfox mit Seller Central ab, verwende Sales (Total). Siehe Abgleich mit Seller Central.

Kostenpositionen nachvollziehen ​

Klappe eine Kostenzeile mit Pfeil in der Wasserfallansicht auf, um die Unterkategorien zu sehen. Unterkategorien mit einem Punkt davor kannst du anklicken.

Das Detailfenster übernimmt Zeitraum und Filter der Gewinnübersicht und zeigt die passenden Buchungen mit dem vollständigen Betrag. Die Wasserfall-Tabelle berücksichtigt bei Marktplatz- oder Produktfiltern dagegen nur den der Auswahl zugeordneten Anteil. Beispiel: Eine Ausgabe von 90 EUR für DE, FR und IT erscheint im Detailfenster mit 90 EUR, in einer nur auf DE gefilterten Gewinnübersicht aber anteilsmäßig mit 30 EUR.

Die Detailansicht zeigt mehrere Buchungen hinter der ausgewählten Unterkategorie.

Gruppierte Werte richtig lesen ​

Du kannst die Tabelle nach Marktplatz, SKU, Child ASIN, Parent ASIN oder Produktliste gruppieren.

Vollständiger Kostenumfang nur in der ungefilterten Marktplatzansicht

Nur die Gruppierung nach Marktplatz ohne zusätzliche Marktplatz- oder Produktfilter enthält den vollständigen Kostenumfang. Produktbezogene Zeilen enthalten nur Werte, die sellerfox dem jeweiligen Produkt zuordnen kann, und bilden deshalb keine vollständige GuV.

Die angezeigte Gesamtzeile wird separat berechnet. Wenn du die Detailzeilen selbst addierst, kann das Ergebnis je nach Gruppierung davon abweichen:

  • Bei der Gruppierung nach SKU, Child ASIN oder Parent ASIN kann eine Bestellung in mehreren Zeilen gezählt werden. Eine Bestellung mit zwei unterschiedlichen SKUs zählt zum Beispiel in beiden SKU-Zeilen unter Bestellungen, aber nur einmal in der Gesamtzeile.
  • Bei der Gruppierung nach Produktliste können alle produktbezogenen KPI-Werte mehrfach enthalten sein, da ein Produkt mehreren Listen angehören kann. sellerfox zeigt deshalb für diese Gruppierung keine Gesamtzeile.
AnzeigeBedeutung
„Keiner angezeigten Zeile zuordenbar“Kosten oder Erlöse, die sich der aktuellen Gruppierung nicht zuordnen lassen
–Der Wert lässt sich in dieser Gruppierung nicht bestimmen. Der Strich steht nicht für 0
0,00der berechnete Wert ist 0; das bestätigt nicht, dass alle Kosten und Daten vollständig sind

Nicht zuordenbare Beträge sind in der Gesamtzeile bereits enthalten. Addiere die Zeile „Keiner angezeigten Zeile zuordenbar“ deshalb nicht noch einmal zum Gesamtwert. Durchschnitts- und Prozentwerte einzelner Zeilen darfst du ebenfalls nicht zu einem Gesamtwert addieren.

Auf SKU-Ebene sind Werbekosten, DB3 (Marketingmarge) und Nettogewinn nicht verfügbar, weil Amazon Werbekosten je ASIN, aber nicht je SKU meldet. sellerfox kann den Anteil einer einzelnen SKU deshalb nicht zuverlässig bestimmen. Für eine produktbezogene Auswertung der Werbekosten kannst du nach Child ASIN gruppieren; den vollständigen Kostenumfang zeigt weiterhin nur die ungefilterte Marktplatzansicht.

Filterst du nach einzelnen Marktplätzen oder Produkten, berücksichtigt sellerfox nur Kosten, die sich dieser Auswahl zuordnen lassen. Allgemeine Kosten können deshalb in der gefilterten Ansicht fehlen. Prüfe die Zuordnung deiner Einnahmen und Ausgaben, bevor du gefilterte Werte vergleichst.

Profit-KPIs im Zeitverlauf vergleichen ​

Wähle eine Zeitraumkachel und anschließend „Zeitlichen Verlauf anzeigen“. Das Diagramm verwendet genau den Zeitraum dieser Kachel sowie die aktiven Marktplatz- und Produktfilter. Das Diagramm zeigt keinen Vergleichszeitraum.

Das Diagramm beginnt mit Brutto-Umsatz. Über „KPI hinzufügen“ kannst du bis zu drei verfügbare Profit-KPIs kombinieren, die Reihenfolge der KPIs ändern und jeden KPI als Linie oder Säule darstellen. Die vorausgewählte Granularität richtet sich nach der Zeitraumkachel. Du kannst zwischen „Stunde“, „Tag“, „Woche“ und „Monat“ wechseln.

„Stunde“ ist nur für Zeiträume von höchstens 14 Tagen verfügbar, „Tag“ für Zeiträume von höchstens 800 Tagen. Bei längeren Zeiträumen lässt sich die jeweilige Granularität nicht auswählen. Werbeausgaben sowie manuell erfasste Einnahmen und Ausgaben liegen nur täglich vor. KPIs, die davon abhängen, können deshalb keine stündliche Linie anzeigen. sellerfox markiert die betroffenen KPIs im Diagramm und empfiehlt den Wechsel zu „Tag“.

Bei stündlicher Granularität können die Werte für den heutigen Tag mit bis zu 15 Minuten Verzögerung erscheinen. Der Datenstand im Diagramm zeigt, bis zu welcher Uhrzeit Werte berücksichtigt sind.

Ausstehende Bestellungen im Brutto-Umsatz ​

Bestellungen mit dem Status „Ausstehend“ können bereits zum Brutto-Umsatz zählen. Amazon meldet zunächst Angebotspreis und Menge; USt und Rabatte schätzt sellerfox, bis der endgültige Preis vorliegt.

Klappe „Brutto-Umsatz“ in der „Wasserfall-Tabelle“ auf, um „Ausstehender Umsatz“ zu sehen. Geschätzte Anteile findest du auch in den aufklappbaren Zeilen „USt“ und „Rabatte“.

Fehlen ausreichende Angaben für die Schätzung, kann eine Bestellung erst mit Amazons endgültigem Preis zum Umsatz zählen.

WertGrundlage der Schätzung
UStfrühere Verkäufe desselben Produkts auf demselben Marktplatz, getrennt nach Business- und Privatkunden. Fehlen passende Verkäufe, verwendet sellerfox einen verfügbaren Standardsteuersatz. Deine Umsatzsteuer-Einstellung hat auf den unterstützten Marktplätzen Vorrang, wenn du kein VCS nutzt
Rabattefrühere Verkäufe mit Aktion, bevorzugt desselben Produkts. Ohne geeignete Vergleichswerte wird zunächst kein Rabatt abgezogen
Amazon-GebührenAmazons Gebührenschätzung für den vorläufigen Preis. Sobald der endgültige Preis vorliegt, wird die Gebührenschätzung aktualisiert

Sobald Amazon die endgültigen Werte liefert, ersetzt sellerfox die Schätzungen. Endgültige Gebühren können später eintreffen als der Preis. Stornierte Bestellungen fallen aus dem Umsatz heraus. Umsatz und Gewinn der letzten Tage können sich deshalb noch ändern.

Kachel-Sets anpassen ​

Owner und Admins legen die Sets für den gesamten Workspace fest. Wähle dazu das Zahnrad am Ende der Set-Auswahl. Im Fenster „Sets für die Kacheln“ kannst du:

  • die Sets in die gewünschte Reihenfolge ziehen. Das erste sichtbare Set trägt das Abzeichen „Standard“ und erscheint beim Öffnen der Seite.
  • Sets über „Sichtbar“ ein- und ausblenden. Sichtbar sein können 1 bis 6 Sets.
  • mit „Eigenes Set anlegen“ bis zu fünf eigene Sets mit 2 bis 4 Kacheln anlegen, etwa für den Prime Day.
  • mit dem Schalter für die Kachel „Benutzerdefiniert“ diese Kachel ein- und ausblenden.

Für die Kacheln eines eigenen Sets stehen die Zeiträume der vorgegebenen Sets, „Letztes Jahr“, rollierende Zeiträume von 7, 14, 30 oder 90 Tagen und ein „Eigener Zeitraum“ mit festem Start- und Enddatum zur Wahl. Eigene Sets bearbeitest oder löschst du über das Drei-Punkte-Menü des Sets mit „Set bearbeiten“ oder „Set löschen“. Die vorgegebenen Sets lassen sich nur ausblenden und verschieben. Übernimm alle Änderungen mit „Speichern“.

Viewer wählen zwischen den sichtbaren Sets, können die Sets aber nicht anpassen.

Warenkosten (COGS) je SKU eintragen ​

Warenkosten (COGS) sind die Kosten je verkaufter Einheit, nicht der Einkaufswert einer gesamten Lieferung. Du hinterlegst sie je SKU und Marktplatz. Zehn Varianten mit jeweils einer SKU auf einem Marktplatz benötigen daher zehn Einträge. Für dieselbe SKU auf zwei Marktplätzen brauchst du jeweils einen eigenen Eintrag.

Trage den Stückkostenbetrag so ein, wie er in der GuV berücksichtigt werden soll.

Kostenliste und Zeitpunkte öffnen ​

Im Tab „Warenkosten“ findest du die SKUs deines Workspaces. Dazu gehören auch SKUs, die nicht mehr im Listings-Report von Amazon stehen, und SKUs, die sellerfox nur aus Bestellungen kennt. Die hinterlegten Warenkosten dieser SKUs bleiben erhalten. SKUs aus dem aktuellen Listings-Report stehen oben.

Das Abzeichen am Tab zählt fehlende Kosten für SKUs aus Amazons aktuellem Listings-Report. Nutze den Filter „Fehlt“, um auch ältere SKUs ohne Kosten zu finden.

Neben dem Kostenwert zeigt die Liste, wie viele Zeitpunkte für eine SKU hinterlegt sind.

Die Liste zeigt den Wert des letzten hinterlegten Zeitpunkts. Welche Kosten für eine Bestellung gelten, hängt dagegen vom Bestelldatum ab. Für verlorene oder beschädigte Ware gilt das Buchungsdatum der Amazon-Erstattung. Um fehlende Kosten zu finden, filtere die Ansicht über „COGS Status“ nach „Fehlt“.

Klicke auf eine Zeile oder auf „COGS bearbeiten“, um die hinterlegten COGS der SKU zu öffnen:

  • „Beginn“ hat kein Datum und gilt vor dem nächsten Zeitpunkt.
  • „Zeitpunkt hinzufügen“ legt einen weiteren Wert fest. Der neue Wert gilt einschließlich „Gültig ab“ bis zum Tag vor dem nächsten Zeitpunkt.
  • Mit dem Papierkorb neben einem datierten Zeitpunkt entfernst du diesen Zeitpunkt. Der vorherige Wert gilt dann bis zum nächsten verbleibenden Zeitpunkt weiter.
Jeder Zeitpunkt legt die Stückkosten für einen weiteren Zeitraum fest.

Wenn du einen vorhandenen Zeitpunkt änderst, ändern sich auch die Warenkosten und Gewinne der betroffenen vergangenen Bestellungen sowie die Bewertung verlorener oder beschädigter Ware in diesem Zeitraum. Sollen frühere Kosten unverändert bleiben, behalte die bisherigen Zeitpunkte und lege einen neuen an.

Checkboxen und Kosten zurücksetzen ​

Mit den Checkboxen in der Liste wählst du jene SKUs aus, deren hinterlegte COGS du vollständig löschen möchtest. Die Exportfunktion reagiert nicht auf diese Auswahl und richtet sich stattdessen nach den gesetzten Filtern. SKUs ohne hinterlegte COGS kannst du nicht auswählen.

Die Checkbox im Tabellenkopf wählt die aktuell geladenen Zeilen mit hinterlegten Kosten aus. Beim Scrollen lädt die Liste weitere Zeilen; die Auswahl umfasst also nicht automatisch alle SKUs im Workspace. Prüfe die angezeigte Anzahl, bevor du „COGS zurücksetzen“ wählst.

Zurücksetzen entfernt die gesamte Kostenhistorie

Nach der Bestätigung entfernt „COGS zurücksetzen“ alle Zeitpunkte der ausgewählten SKUs. Das gilt auch beim Zurücksetzen einer einzelnen SKU im Bearbeitungsdialog und lässt sich nicht rückgängig machen. Exportiere die Kosten vorher, wenn du eine Sicherung behalten möchtest.

Währungen bei der Eingabe ​

Wenn du COGS direkt in sellerfox eingibst, gilt die Währung des Workspaces.

Bei einem Dateiimport legst du die Währung jeder Zeile in Currency fest. Ist die Zelle leer, gilt ebenfalls die Workspace-Währung.

Importierte COGS behalten beim späteren Bearbeiten ihre ursprüngliche Währung. Möchtest du die Währung ändern, importiere denselben Zeitpunkt erneut.

sellerfox rechnet die Ausgangswährung anhand des Kostenzeitpunkts in die Zielwährung um. Details findest du unter Währungsumrechnung.

Verlorene und beschädigte Ware in den Warenkosten (COGS) ​

Erstattet Amazon verlorene oder beschädigte FBA-Ware, berücksichtigt sellerfox auch die Warenkosten dieser Einheiten. In der „Wasserfall-Tabelle“ kannst du „COGS“ aufklappen:

  • „Verkaufte Einheiten“ zeigt die Warenkosten aus deinen Bestellungen.
  • „Von Amazon verloren/beschädigt“ zeigt die Warenkosten der erstatteten Verluste.

Für verlorene oder beschädigte Ware gelten die Warenkosten am Buchungsdatum der Amazon-Erstattung. Diese Warenkosten erscheinen im Zeitraum der Erstattungsbuchung. Fordert Amazon eine Erstattung für im Lager verlorene oder beim Wareneingang fehlende Ware zurück, schreibt sellerfox die zugehörigen Warenkosten wieder gut.

Erfasst werden Verluste im Lager, beim Wareneingang, beim Transport ins Lager und bestimmte Verluste bei Entfernungsaufträgen oder MCF-Versand. Warenkosten, die bereits über eine Bestellung erfasst sind, werden nicht doppelt abgezogen. Erstattungen aus anderen Gründen verändern die Warenkosten nicht.

Den Erstattungsbetrag von Amazon berücksichtigt sellerfox getrennt als Gutschrift unter „Weitere Amazon-Gebühren“. Die Warenkosten einer einzelnen Bestellung enthalten keine Lagerverluste.

Fehlen Warenkosten oder Angaben von Amazon, zeigt die Produkttabelle einen Hinweis mit der Anzahl betroffener Einheiten oder Buchungen. Ergänze fehlende Warenkosten für das Buchungsdatum. Bis zur Klärung kann der Gewinn zu hoch oder bei Rückforderungen zu niedrig ausfallen.

Warenkosten (COGS) importieren und exportieren ​

Verwende den Export als Vorlage, um viele SKUs oder Kostenzeiträume auf einmal zu pflegen:

  1. Stelle die gewünschten Filter im Tab „Warenkosten“ ein und wähle „Export“. Der Export richtet sich nach diesen Filtern, nicht nach den Checkboxen.
  2. Öffne die CSV- oder XLSX-Datei. Ändere nur die Kosten, das Gültigkeitsdatum und bei Bedarf die Währung. Lass die Referenzspalten unverändert.
  3. Dupliziere die Zeile einer SKU, wenn du weitere Kostenzeiträume hinzufügen möchtest.
  4. Wähle „Importieren“, lade die Datei hoch und prüfe die Vorschau, insbesondere Löschungen und ungültige Zeilen.
  5. Wähle „Import starten“ und warte auf das Ergebnis. Prüfe auch bei einem teilweise erfolgreichen Import die genannten Produkte. Lade anschließend die Gewinnübersicht neu.

Solange sellerfox deine historischen Daten noch lädt, können einzelne SKUs fehlen. Export und Import zeigen dann einen Hinweis. Lade den Export nach Abschluss des Datenimports erneut herunter, damit er inzwischen hinzugekommene SKUs enthält. Zeilen für noch nicht gefundene Produkte oder SKUs überspringt der Import; importiere diese Zeilen nach Abschluss des Datenimports erneut.

Mehrere Zeiträume in einer Datei ​

Dieselbe SKU darf mehrfach in der Datei stehen, wenn die Zeilen unterschiedliche Kostenzeitpunkte beschreiben. Kopiere dafür die exportierte Zeile einschließlich aller Referenzspalten. ASIN, SKU und Marktplatz bleiben gleich; passe Effective From (YYYY-MM-DD), COGS und gegebenenfalls Currency an.

Beispiel für drei Zeilen derselben SKU auf demselben Marktplatz. Zur Übersicht sind hier nur die bearbeitbaren Spalten gezeigt; in der Importdatei bleiben alle Spalten erhalten:

Effective From (YYYY-MM-DD)COGSCurrencyGültigkeit
leer lassen8,00EURBeginn bis 31.03.2026
2026-04-019,50EUR01.04. bis 30.06.2026
2026-07-0110,00EURab 01.07.2026

Ein Enddatum trägst du nicht ein: Der nächste Zeitpunkt beendet den vorherigen Zeitraum. Verwende je SKU und Marktplatz nur eine Zeile pro Zeitpunkt.

Bestehende Werte ergänzen, ändern oder löschen ​

Der Import ergänzt die gespeicherten Warenkosten (COGS):

Änderung in der DateiErgebnis
Neuer Zeitpunkt für eine SKUergänzt die Historie
Bereits vorhandener Zeitpunkt mit anderem Betrag oder anderer Währungaktualisiert diesen Zeitpunkt
SKU oder Zeitpunkt nicht in der Datei enthaltenbleibt unverändert
COGS ist 0hinterlegt Stückkosten von 0
COGS ist leerentfernt die gesamte Kostenhistorie der SKU

Eine leere COGS-Zelle ist ein Löschauftrag

Lass COGS nicht leer, um eine Zeile zu überspringen. Entferne stattdessen die ganze Zeile aus der Datei. Verwende zum Zurücksetzen einer SKU nur eine Zeile und mische sie nicht mit neuen Kostenzeitpunkten derselben SKU.

Die Vorschau ordnet jede Zeile als Aktualisierung, neuen Eintrag, Löschung, nicht gefundenes Produkt oder nicht gefundene SKU, ungültig oder unverändert ein. Zeilen ohne passendes Produkt oder ohne passende SKU überspringt der Import.

Tritt bei einer Zeile ein Validierungs- oder Währungsfehler auf, übernimmt sellerfox keine der Zeilen für dieselbe ASIN auf demselben Marktplatz. Das kann mehrere SKUs betreffen. Andere Produkte werden trotzdem weiter importiert.

Korrigiere die betroffenen Zeilen und importiere sie erneut. Bei einer allgemeinen Fehlermeldung prüfe zuerst die gespeicherten Zeitpunkte; der Import setzt nicht automatisch alle bereits übernommenen Änderungen zurück. Weitere Hilfe findest du im Troubleshooting zum Import der Warenkosten.

Dateiformat und Spalten ​

Du kannst eine CSV- oder XLSX-Datei mit bis zu 10 MB importieren. CSV-Dateien müssen ein Semikolon als Trennzeichen verwenden. Als Dezimaltrennzeichen sind Komma und Punkt zulässig; Tausendertrennzeichen werden nicht unterstützt.

Das aktuelle Exportformat enthält diese Spalten:

SpalteBearbeiten?Zweck
ASIN (readonly)neinProduktidentität
SKU (readonly)neinSKU-Identität
Marketplace (readonly)neinMarktplatzidentität
Product Name (readonly)neinnur Referenz
Effective From (YYYY-MM-DD)jaZeitpunkt, leer bedeutet „Beginn“
COGSjaStückkosten als reine Zahl
Currencyjadreistelliger Code der Ausgangswährung
Converted COGS (readonly)neinumgerechneter Referenzwert
Converted Currency (readonly)neinZielwährung des Workspaces

Lass alle Spalten mit (readonly) unverändert. sellerfox ordnet Kosten nur bei exakt übereinstimmender SKU zu.

Währungsumrechnung ​

Weicht die Währung der Warenkosten von der Workspace-Währung ab, werden die Warenkosten bei der Analyse in die Workspace-Währung umgerechnet. Bei einem datierten COGS-Zeitpunkt verwendet sellerfox bevorzugt den Schlusskurs für „Gültig ab“. Fehlt der Schlusskurs, gilt der Zwischenkurs desselben Tages oder der jüngste verfügbare Schluss- oder Zwischenkurs aus den zwei vorangehenden Tagen. Bei „Beginn“ gilt der früheste verfügbare Kurs. Die umgerechneten Spalten im Export dienen nur zur Kontrolle; bearbeite den Betrag in COGS und die Ausgangswährung in Currency.

Einnahmen und Ausgaben erfassen ​

Unter „Einnahmen & Ausgaben“ erfasst du Beträge, die Amazon nicht meldet, beispielsweise Kosten für Software, Steuerberatung oder eine Agentur sowie einmalige Korrekturen.

AnsichtWas angezeigt wird
„Automatisch“von Amazon gemeldete Buchungen, nicht bearbeitbar
„Manuell“selbst erfasste Buchungen und bereits erzeugte Buchungen aus wiederkehrenden Vorlagen
„Geplant“tägliche, wöchentliche oder monatliche Vorlagen für weitere Buchungen

Buchungen finden ​

Über den Filter grenzt du die Liste nach „Datum“, „Suche“, „Produktliste“, „Marktplatz“, „Kategorie“ und „Typ“ ein. Bestätige deine Auswahl mit „Filter anwenden“.

  • Unter „Datum“ ist „Letzte 30 Tage“ voreingestellt. Außerdem stehen „Dieser Monat“, „Letzter Monat“, „Dieses Jahr“ und „Letztes Jahr“ zur Wahl.
  • Für einen eigenen Zeitraum wählst du „Zeitraum auswählen …“ und bestätigst Start und Ende. Wähle anschließend auch im Filterbereich „Filter anwenden“.
  • „Suche“ findet Buchungen mit dem eingegebenen Text im Titel, unabhängig von Groß- und Kleinschreibung.
  • „Marktplatz“ erscheint nur bei mehreren aktiven Marktplätzen, „Kategorie“ nur, wenn Kategorien vorhanden sind.

Eine Buchung anlegen ​

  1. Wähle „Ausgabe / Einnahme hinzufügen“.
  2. Wähle unter „Typ“ „Ausgabe“ oder „Einnahme“.
  3. Trage unter „Betrag“ den „Titel“ ein. Gib „Nettobetrag“ und „MwSt.“ als Geldbeträge ein, nicht als Steuersatz. Bei 100 EUR netto und 19 EUR Steuer trägst du 100 und 19 ein; „Brutto“ zeigt dann 119 EUR.
  4. Wähle unter „Zeitpunkt“ das „Datum“. Für eine einmalige Buchung bleibt „Regelmäßig wiederholen“ ausgeschaltet.
  5. Wähle unter „Zuordnung“ bei Bedarf eine „Kategorie“. Lege unter „Gilt für“ fest, ob der Betrag für „Alle Marktplätze“, für einzelne Marktplätze („Marktplatz“) oder für einzelne SKUs („SKU“) gilt.
  6. Wähle „Speichern“. Die Buchung erscheint unter „Manuell“.

Die Buchungsliste zeigt den Bruttobetrag, im Beispiel 119 EUR. Ist die Vorsteuer abzugsfähig, berücksichtigt die GuV 100 EUR, andernfalls 119 EUR. Deshalb kann der Listenbetrag vom Betrag in der Gewinnübersicht abweichen.

Klicke auf eine Buchung, um die Details zu öffnen. Eine selbst erfasste Buchung änderst oder entfernst du dort mit „Bearbeiten“ oder „Löschen“. Mit den Pfeilen oben im Fenster blätterst du zur vorherigen oder nächsten Buchung.

Beträge zuordnen ​

GeltungsbereichAuswirkung auf die Auswertung
Alle Marktplätzeallgemeiner Betrag für den Workspace; wird nicht auf einzelne Marktplätze oder Produkte verteilt
Ausgewählte Marktplätzegleichmäßige Verteilung auf die ausgewählten Marktplätze
Ausgewählte SKUsgleichmäßige Verteilung auf die ausgewählten SKUs

Beispiel: Eine Ausgabe von 90 EUR für DE, FR und IT wird mit je 30 EUR diesen drei Marktplätzen zugeordnet. Bei einer Zuordnung zu allen Marktplätzen bleiben die 90 EUR dagegen ein allgemeiner Workspace-Betrag. Dieser fehlt in einer nach einzelnen Marktplätzen oder Produkten gefilterten Ansicht, auch wenn du mehrere Marktplätze auswählst.

Kategorien verwalten ​

Unter „P&L-Kategorien verwalten“ kannst du eigene Kostenkategorien anlegen, umbenennen, löschen oder einer „Hauptkategorie“ der GuV zuordnen. Diese Zuordnung bestimmt, an welcher Gewinnstufe die Buchungen berücksichtigt werden. Eine Umzuordnung gilt auch für bereits vorhandene Buchungen.

Beim Löschen einer Kategorie bleiben die Buchungen erhalten und erscheinen unter „Sonstige Kosten“. Von Amazon vorgegebene Kategorien werden in diesem Dialog nicht angezeigt; automatisch erfasste Buchungen kannst du nicht bearbeiten.

Wiederkehrende Buchungen verwalten ​

Schalte beim Anlegen unter „Zeitpunkt“ „Regelmäßig wiederholen“ ein und lege „Startdatum“ und „Häufigkeit“ fest; voreingestellt ist „Monatlich“. Die Vorlage erscheint unter „Geplant“, die daraus erzeugten Buchungen unter „Manuell“.

  • Täglich: eine Buchung pro Tag.
  • Wöchentlich: am Wochentag des Startdatums.
  • Monatlich: am Kalendertag des Startdatums. Ist der Monat kürzer, verwendet sellerfox den letzten Tag des Monats, etwa den 28. Februar statt des 30. oder 31.

Bei einem Startdatum in der Vergangenheit kannst du „Einträge zwischen Startdatum und heute auch anlegen“ wählen. Mit Häkchen erstellt sellerfox alle bisherigen Buchungen der Serie, ohne Häkchen nur die Startbuchung. Bei einem zukünftigen Startdatum entsteht die erste Buchung an diesem Tag.

Eine selbst erfasste Buchung kannst du in den Details mit „Als wiederkehrend anlegen“ wiederholen. Die vorhandene Buchung wird zum Start der Serie; das Startdatum bleibt fest. Bei einem vergangenen Startdatum kannst du die Wiederholungen bis heute ergänzen lassen.

Klicke unter „Geplant“ auf eine Vorlage, um künftige Buchungen zu ändern. Bereits erzeugte Buchungen bleiben dabei unverändert; eine einzelne Buchung korrigierst du unter „Manuell“. Beim Bearbeiten legt sellerfox keine vergangenen Buchungen an.

Mit „löschen“ in der Vorlage wählst du zwischen:

  • „Zukünftige Ausgaben stoppen“: beendet die Wiederholung und behält alle bereits erzeugten Buchungen.
  • „Alle Ausgaben löschen“: entfernt die Vorlage und alle Buchungen der Serie, auch eine Buchung, die du mit „Als wiederkehrend anlegen“ zum Start der Serie gemacht hast.

Eigene FBM-Kosten hinterlegen ​

Unter Profit Tracking Einstellungen hinterlegst du die Kosten für Eigenversand. Diese Regeln gelten ausschließlich für FBM. Bei FBA verwendet sellerfox die von Amazon gemeldeten Gebühren.

Pick & Pack ​

Im Tab „Pick & Pack Kosten (FBM)“ hinterlegst du die Bearbeitung und Verpackung einer Bestellung:

EingabeBerechnung
„Bearbeitungsgebühr pro Bestellung“einmal je Bestellung
„Erster Pick“einmal je Bestellung
„Jede weitere Einheit“je Einheit nach der ersten, unabhängig von der Anzahl unterschiedlicher SKUs
„Karton“, „Flyer“, „Verpackungsservice“jeder hinterlegte Betrag zusätzlich einmal je Bestellung

Beispiel: Bei drei Einheiten fallen ein erster Pick und zwei weitere Einheiten an. Das gilt sowohl für drei Einheiten derselben SKU als auch für drei unterschiedliche SKUs.

Retourenkosten ​

Im Tab „Retourenkosten“ hinterlegst du Bearbeitungs- und Rücksendeetikettkosten einmal je erstatteter Bestellung sowie einen Betrag je erstatteter Einheit. Mehrere Rücksendungen zu derselben Bestellung führen nicht zu mehrfachen festen Gebühren.

sellerfox schätzt Retourenkosten anhand der Einheiten, für die Amazon Geld für das Produkt erstattet hat. Eine Erstattung belegt keine tatsächliche Rücksendung. Reine Versand- oder Steuererstattungen lösen keine geschätzten Retourenkosten aus.

Versandvorlagen und Reihenfolge ​

Öffne den Tab „Versandkosten“ und wähle „Erste Vorlage erstellen“ oder, bei vorhandenen Vorlagen, „Vorlage hinzufügen“:

  1. Benenne die Vorlage.
  2. Wähle Marktplätze, Zielländer und Produkte für die Vorlage. Bei einer eingeschränkten Produktauswahl müssen alle Produkte der Bestellung enthalten sein.
  3. Wähle Pauschalpreis, Gewichts- oder Größenstufen und hinterlege die Kosten.
  4. Speichere die Vorlage und prüfe die Position der Vorlage in der Liste.

sellerfox prüft aktive Vorlagen von oben nach unten. Die erste passende Vorlage gilt; passende Preise werden weder addiert noch nach dem günstigsten Preis verglichen. Ziehe aktive Vorlagen in die gewünschte Reihenfolge. Deaktivierte Vorlagen werden übersprungen.

Gibt es mit keiner Vorlage eine Übereinstimmung, gilt die „Standardvorlage“ für alle Marktplätze, Zielländer und Produkte. Ist dort ein Preis von 0 hinterlegt, berücksichtigt sellerfox keine geschätzten Versandkosten.

Hat Amazon für eine Bestellung tatsächliche Versandlabelkosten gemeldet, zieht sellerfox für diese Bestellung nicht zusätzlich den geschätzten FBM-Versandbetrag ab. Die Pick-&-Pack-Kosten bleiben davon unberührt.

Gewichts- und Größenstufen ​

MethodeMaßgeblicher Wert
Pauschalpreisein Betrag je Bestellung
GewichtsbasiertSumme der Gewichte aller bestellten Einheiten, in Gramm
Größenbasiertgrößte einzelne Produktdimension, in Zentimetern; keine Summe der Maße und kein Paketvolumen

Die Unter- und Obergrenze einer Stufe sind eingeschlossen. Liegt der Wert in keiner Stufe, prüft sellerfox die nächste Vorlage und zuletzt die Standardvorlage.

Fehlende Gewichte oder Maße schließen eine Vorlage nicht automatisch aus. Fehlende Angaben tragen nichts zum ermittelten Gesamtgewicht bzw. zur größten Dimension bei; dadurch kann eine zu niedrige Stufe passen. Prüfe die verwendeten Produktdaten und das Ergebnis im Simulator.

Preisänderungen und frühere Bestellungen ​

Mit „Preisänderung hinzufügen“ legst du einen neuen Preis ab „Gültig ab“ fest. Behalte die bisherigen Preise, wenn frühere Bestellungen unverändert bleiben sollen. Bearbeitest oder entfernst du einen bestehenden Preis, kann sich auch der Gewinn vergangener Zeiträume ändern.

Nach Änderungen werden die betroffenen geschätzten FBM-Kosten neu berechnet. Wann du die neuen Werte prüfen kannst, findest du unter Änderungen an Kosten.

Versandkosten simulieren ​

Mit dem Versandkosten-Simulator prüfst du eine Konfiguration: Wähle Produkte, einen „Marktplatz“ und ein „Ziel“ und klicke auf „Versand berechnen“. Das Ergebnis nennt die angewendete Vorlage, die verwendete Stufe und den Grund, aus dem eine Vorlage übersprungen wurde.

Simuliere eine Bestellung, um zu sehen, welche Vorlage und Stufe sellerfox für die Versandkosten verwendet.

Der Simulator verwendet das heutige Datum und je eine Einheit jedes ausgewählten Produkts. Der Simulator bildet deshalb keine konkrete historische Bestellung nach. Möchtest du das Ergebnis mit einer früheren Bestellung vergleichen, berücksichtige deren Bestelldatum, Stückzahlen und die damals gültigen Preise.

Woher die Zahlen kommen ​

Änderungen an Kosten ​

Wie lange eine Kostenänderung dauert, hängt von der Datenmenge ab. Nach Änderungen an FBM-Kostenregeln zeigt ein orangefarbener Aktualisierungsbanner, dass die Neuberechnung noch läuft:

ÄnderungÜblicher Zeitraum und Prüfsignal
Warenkosten (COGS) gespeichert, importiert oder zurückgesetzteinzelne Änderungen meist innerhalb weniger Sekunden, größere Importe innerhalb einiger Minuten; warte auf den erfolgreichen Abschluss und öffne oder lade danach die Gewinnübersicht neu
Einnahme oder Ausgabe gespeichertmeist innerhalb weniger Minuten; die Buchung erscheint zuerst in der Liste und wird anschließend in die Gewinnübersicht übernommen
FBM-Kostenregeln geändertmeist innerhalb weniger Minuten, bei großen Datenmengen länger; solange der orangefarbene Aktualisierungsbanner sichtbar ist, läuft die Neuberechnung noch

Bei Warenkosten (COGS) gehört die Aktualisierung bereits zum Speichern oder Importieren. Nach der Erfolgsmeldung musst du nicht zusätzlich warten.

Während der FBM-Aktualisierung können geschätzte Kosten noch unvollständig sein. Erscheint nach erneutem Laden weder der orangefarbene noch ein roter Banner, ist die Aktualisierung abgeschlossen. Ein roter Banner bedeutet, dass die Aktualisierung fehlgeschlagen ist; die zuletzt bekannten Werte können deshalb noch alte Kosten enthalten. Folge dann dem Troubleshooting für die FBM-Aktualisierung.

Amazon-Daten und eigene Eingaben ​

EingabeQuelle und Zeitpunkt
Umsatz, Bestellgebühren, ErstattungenAmazon-Bestell- und Transaktionsdaten. Endgültige Gebühren können Schätzwerte später ersetzen; bei ausstehenden Bestellungen sind USt und Rabatte geschätzt, bis Amazon den endgültigen Preis meldet
Sonstige Amazon-BuchungenGibt Amazon einen bestimmten Marktplatz oder ein bestimmtes Produkt für eine Buchung an, ordnet sellerfox sie entsprechend zu
Werbungdie tägliche Aktualisierung über die Ads API. Profit Tracking löst keine zusätzliche Aktualisierung der Werbedaten aus
Warenkosten (COGS), Einnahmen, Ausgaben, FBM-Regelnvon Workspace-Nutzern eingetragen. Für fehlende Werte setzt sellerfox nichts ein

Zeitpläne und verfügbare historische Daten findest du unter Datenaktualisierung, die exakten Definitionen der Profit-KPIs im KPI-Explorer.

Über den MCP-Server kannst du Gewinn und Kosten auch mit einem autorisierten KI-Client auswerten. Die Anleitung erklärt, wie du die Verbindung einrichtest und welche Grenzen bei der Kostenzuordnung gelten.

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